Trockenblumen aus dem Garten: Worauf ist zu achten?
Nicht alle Gartenblumen eignen sich als Trockenblumen. Blumensorten mit hohem Wassergehalt wie Tulpen, Hyazinthen, Narzissen und Amaryllis besitzen weiche Stiele und sind daher für das Trocknen ungeeignet.
Ideal sind Blumen mit festeren, holzigen Stielen wie Rosen, Sonnenblumen, Lavendel oder Hortensien. Diese behalten ihre Form und intensive Farbe auch nach dem Trocknen.
Auch Ziergräser, Mohnblumen, Kornblumen und Disteln eignen sich hervorragend als Trockenblumen.
Achtung:
Weiße Blüten sind weniger geeignet, da ihre Blütenblätter
beim Trocknen häufig braun werden.
Trockenblumen selbst machen
Blumen an der Luft trocknen
Diese Methode ist besonders einfach und umweltfreundlich. Wählen Sie einen warmen, dunklen und gut belüfteten Raum, zum Beispiel den Dachboden.
Direkte Sonneneinstrahlung lässt Farben verblassen, während Wärme den Trocknungsprozess beschleunigt.
- Entfernen Sie überschüssige Blätter und binden Sie die Blumen sortenweise zu kleinen Sträußen zusammen.
- Hängen Sie die Blumen kopfüber auf, sodass sie sich nicht berühren. Der Raum sollte trocken und gut gelüftet sein.
- Lassen Sie die Blumen vollständig durchtrocknen, bis sie spröde und leicht knisternd sind. Je nach Sorte dauert dies zwei bis acht Wochen.
- Stellen Sie die Stiele probeweise zwei Tage in eine Vase. Sind sie noch flexibel, benötigen sie weitere Trocknungszeit. Bleiben sie aufrecht, ist der Prozess abgeschlossen.
Blumen trocknen mit Silica Gel
Möchten Sie nicht wochenlang warten? Mit Silica Gel lassen sich Blumen besonders schnell trocknen.
Silica Gel besteht aus feuchtigkeitsabsorbierenden Kristallen und eignet sich ideal für feine Blüten wie Gänseblümchen, Strandflieder, Schleierkraut oder Veilchen.
- Geben Sie 1–2 cm Silica Gel in ein luftdichtes Gefäß.
- Legen Sie die Blüten hinein und bedecken Sie sie vorsichtig vollständig.
- Verschließen Sie das Gefäß luftdicht.
- Kontrollieren Sie die Blüten nach fünf bis sieben Tagen und entfernen Sie die Kristalle vorsichtig mit einem Pinsel.
Achtung:
Bleiben die Blüten zu lange im Silica Gel,
können sie dunkel und brüchig werden.
Blumen trocknen mit Glycerin
Glycerin ist eine farb- und geruchslose Flüssigkeit, die Wasser bindet und Feuchtigkeit speichert. Diese Eigenschaft kann genutzt werden, um Blumen langfristig haltbar zu machen.
Das Ergebnis sind flexible Trockenblumen, die bei trockener Lagerung jahrelang halten.
- Füllen Sie eine Vase zu einem Drittel mit Glycerin und zu zwei Dritteln mit kochendem Wasser. Lassen Sie die Mischung abkühlen.
- Lassen Sie die Blumen kurz Wasser aufnehmen.
- Schneiden Sie die Stiele schräg an und stellen Sie sie etwa 10–15 cm tief in die Lösung.
- Platzieren Sie die Vase an einem dunklen Ort und kontrollieren Sie regelmäßig den Flüssigkeitsstand.
- Nach ein bis acht Wochen sind die Blumen fertig. Spülen Sie sie vorsichtig ab und lassen Sie sie auf saugfähigem Papier nachtrocknen.
Hinweis:
Die Farben können sich bei dieser Methode leicht verändern.
Trockenblumen mit der Blumenpresse
Diese Methode eignet sich besonders gut, um Blumen zweidimensional zu trocknen. Ideal für Karten, Bilderrahmen oder dekorative Wandgestaltung.
- Legen Sie die Blumen zwischen Löschpapier und platzieren Sie sie in einer Blumenpresse oder zwischen schweren Büchern.
- Beschweren Sie das Buch zusätzlich, um konstanten Druck auszuüben. Nach zwei bis acht Wochen ist der Trocknungsprozess abgeschlossen.
- Um Farben zu erhalten, wechseln Sie das Löschpapier in den ersten fünf Tagen täglich, danach alle zwei Wochen.
Tipp:
Trocknen Sie kleine, unbeschädigte Blüten.
Bei größeren Blumen wie Sonnenblumen oder Rosen
lassen sich die Blütenblätter separat pressen.
Geeignet für die Blumenpresse sind unter anderem: Veilchen, Lavendel, Geranien und Zinnien.
Weitere Tipps zum Trocknen von Blumen
- Lagern Sie Trockenblumen stets in trockenen Räumen, zum Beispiel im Wohnzimmer oder Flur.
- Vermeiden Sie feuchte Räume wie Badezimmer.
- Pflücken Sie nur unversehrte Blumen mit intensiver Farbe und trocknen Sie diese möglichst frisch.